Stadt Bitburg


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Landschaftsbild

Wer Bitburg und das Bitburger Land besucht, findet eine abwechslungsreiche, offene Landschaft, mit weiten Tälern und ausgedehnten Hochflächen. Sauer, Prüm, Nims und Kyll gliedern durch ihre fast parallelen Flußtäler das Bitburger Land in ausgedehnten Hochplateaus.
Eines der ausgeprägtesten dieser Plateaus ist zweifellos die Bitburger Hochfläche zwischen Kyll und Nims. Hier war das Kerngebiet des Bidgaues im frühen Mittelalter. Prüm und Nims begrenzen im Osten und Westen den Bedawald, den heutigen Bedhard.

Stadt und Bedhardwald stehen auf einem Keupergrund. Seine heutige Gestalt erhielt das Bitburger Land vor allem im erdgeschichtlichen Zeitalter des Trias, also vor rund 200 Millionen Jahren. Es bildete sich eine sogenannte "geologische Scholle", die "Trier-Luxemburger Bucht". Im erdgeschichtlichen Mittelalter wechselten Eis- und Warmzeiten, gleichzeitig kam es insgesamt zu einer Hebung unseres Raumes. Durch Tiefen- oder Seitenerosion wurden die Flußtäler gebildet.

Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper sind die geologischen Formationen des Trias. In der Zeit des Muschelkalks überflutete letztmalig ein Meer unseren Raum. Mergel, Kalke und Sandsteine bildeten sich als Ablagerungen in diesem Binnenmeer. Heute umrahmt ein Buntsandsteingebiet das Bitburger Gutland. Zu diesem Buntsandsteingebiet gehört etwa die Kyllburger Waldeifel; der Buntsandstein hat bei Kyllburg eine Stärke von rund 50 m, an der Prüm von 70 m. Man muß wohl annehmen, daß einst der ganze Bitburger Raum von Buntsandstein bedeckt war. Erdbewegungen - Hebungen und Senkungen -, dazu große Schwankungen des Klimas, ließen diese Tafel in mehreren Schollen zerfallen.

Die Unterschiede im geologischen Unterbau haben mit dazubeigetragen, daß es eine große Pflanzenvielfalt um Bitburg gibt. Bei einer durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge von 750 mm je Quadratmeter und bei vorwiegend südwestlichen Winden entwickelte sich eine Artenvielfalt, die auf rund 1.000 Pflanzen geschätzt wird. In den ausgedehnten Wäldern wachsen sowohl Laub als auch Nadelgehölze. Etwa ein Drittel des Bitburger Landes ist bewaldet.

Manche inzwischen selten gewordenen Pflanzenart hat sich zahlreich im Bitburger Land erhalten. Unter Schutz stehen so vor allem viele Orchideenarten, die an Orten mit besonders günstigem Lokalklima gedeihen können.

Oft findet man sie in Hanglagen, die dem Wald vorgelagert sind. Engagierte Naturfreunde sind bemüht, den Artenreichtum zu schützen. So ist es auch heute oft das "Geheimnis" Eingeweihter, wo diese oder jene schutzwürdige Pflanze anzutreffen ist.

Durch die Reduzierung natürlicher Lebensräume sind auch manche Tiere, die einst in unserem Raum heimisch waren, längst verdrängt oder ganz ausgerottet. Die letzten Wölfe wurden im 19. Jahrhundert in der Eifel gejagt. In den Wäldern um Bitburg treffen wir als Großwild heute Reh, Hirsch und Wildschwein an. Fuchs und Dachs haben durch die Tollwutbekämpfung in den letzten Jahrzehnten erheblich in ihren Beständen abgenommen. Marder, Iltis und Wiesel sind nach wie vor häufig anzutreffen. Eichhörnchen suchen ihre Nahrung in den Wäldern, dringen aber hin und wieder auch in die bewohnten Ortschaften vor. Der Feldhase bewohnt Waldränder und Feldgehölze, oft ist er in der nächsten Umgebung der Orte und Städte durch Kaninchen abgelöst worden, die in unterirdischen Bauten hausen.


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