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Jüdischer Friedhof

in Bitburg

jüdischer Friedhof

Noch heute befindet sich in Bitburg ein jüdischer Friedhof mit den ursprünglichen jüdischen Grabplatten. Heute sin nur noch fünf Grabsteine in Form von Obelisken erhalten, drei davon neben teilweise hebräischer auch mit deutscher Inschrift (datiert auf die Jahre 1900, 1904 und 1906). Ein Grabstein enthält keine Inschrift und ein Grabstein enthält nur hebräische Schrift.
Zusätzlich befindet sich auf dem Friedhof eine Gedenktafel mit 30 Namen, die nach dem zweiten Weltkrieg aufgestellt wurde. Auf der Gedenktafel sind die Namen jüdischer Bürger enthalten, die vor 1945 eines natürlichen Todes verstorben sind.


  • Geschichte des jüdischen Friedhofes von Bitburg

    Die  jüdischen Toten in Bitburg wurden zunächst in Aach bei Trier oder in der Stadt Trier bestattet. Nach jahrelangen Prozessen erhielt die jüdische Gemeinde in Bitburg schließlich im Jahre 1891 die Erlaubnis, einen eigenen Friedhof am südlichen Ausgang des städtischen Friedhofs anzulegen. So gibt es auch einen Beschluss des Bitburger Stadtrates aus dem Jahr 1891, der den Juden explizit die Anlage dieses Friedhofes genehmigt hat.
    In einem Artikel aus der Allgemeinen Zeitung des Judentums vom 04.12.1891 heißt es: "Der Stadtrat in Bitburg beschloss daselbst von der unterhalb des Kirchhofes gelegenen Hospitalwiese einen genügend großen Teil als Begräbnisplatz einzurichten."  

    In der Folge finden sich mehrere öffentliche Ausschreibungen, die in der Bitburger Zeitung (heute im Kreisarchiv Bitburg-Prüm archiviert) zu finden sind, z. B.:

    Wie anhand des folgenden Dokumentes ersichtlich ist, wurde der jüdische Friedhof zu Beginn der 1940er Jahre offensichtlich zerstört. 

    Die Grabsteine wurden also in den 1940er Jahren entfernt und auf dem Gelände 132 russische Kriegsgefangene begraben, die in Bitburg während des 2. Weltkrieges verstorben waren. 

    Die heute erhaltenen Platten wurden durch den Bildhauer Dellere Anfang der 1940er Jahre vor der Zerstörung bewahrt, auf seinem Hof gelagert, nach dem 2. Weltkrieg restauriert und wieder aufgestellt.