Einsatz der „Hornissen-Task-Force“ im Leuchensang

Die Nester befanden sich an unterschiedlichen Stellen und unterschieden sich deutlich in Größe und Lage. Eines war unter einer Dachrinne angelegt, zwei weitere befanden sich in rund acht Metern Höhe unter einem Dachüberstand. Das größte Nest mit ca. 50 x 60 Zentimetern hatten die Hornissen in einer rund acht Meter hohen, freistehenden Weide errichtet.

Mit vier geschulten ehrenamtlichen Hornissenbekämpfern der Stadt Bitburg konnten alle vier Nester fachgerecht behandelt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungsstadien und Größen der Nester sowie ihrer jeweiligen Höhe und Lage kamen dabei verschiedene zugelassene Verfahren zum Einsatz, die jeweils auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst waren.

Bei dem besonders hoch gelegenen Nest in der Weide kam eine spezielle Karbon-Teleskop-Lanze zum Einsatz. Über die mehrere Meter lange, leichte Lanze kann ein zugelassenes Bekämpfungsmittel gezielt in ein hoch gelegenes Nest eingebracht werden. So lassen sich auch Nester in größeren Höhen sicher und gezielt behandeln, ohne dass eine aufwendige Arbeitsbühne erforderlich ist.

Die ehrenamtlichen Hornissenbekämpfer der Stadt Bitburg sind für diese anspruchsvolle Aufgabe speziell ausgebildet und haben eine entsprechende Prüfung abgelegt. Damit verfügen sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die jeweiligen Maßnahmen sicher und entsprechend der Vorgaben durchzuführen.

Der gesamte Einsatz dauerte gut zwei Stunden und wurden von einigen Zuschauern aus sichererer Entfernung beobachtet und waren erstaunt, als sie ein besonderes Abwehrverhalten beobachten: Die Asiatische Hornisse versprühte ihr Gift, das toxische Wirkung hat, gezielt zur Verteidigung als Sprühnebel über ca. 50 – 70 cm in Richtung der Bekämpfer. Auch deshalb und weil die asiatische Hornisse extrem angriffslustig ist, wenn man den Nestern zu nahe kommt, waren die Ehrenamtler zur Eigensicherung mit Schutzanzug, Helm und Visier ausgestattet.

Insgesamt zeigten sich die anwesenden Anlieger hoch beeindruckt von der aufwendigen Arbeit und bedankten sich bei den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz.

Frühzeitiges Melden ist wichtig

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die sich zunehmend auch in unserer Region ausbreitet. Sie kann insbesondere für heimische Insektenarten und Honigbienen eine Belastung darstellen. Eine vollständige Verhinderung ihrer weiteren Ausbreitung wird nach Einschätzung von Fachleuten voraussichtlich nicht möglich sein. Durch das frühzeitige Erkennen und fachgerechte Behandeln von Nestern kann jedoch dazu beigetragen werden, die weitere Ausbreitung zu verlangsamen.

Die Stadt Bitburg bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein und verdächtige Nester oder Beobachtungen der Asiatischen Hornisse möglichst zeitnah zu melden.

Sichtungen im Stadtgebiet können über die Internetseite der Stadt Bitburg gemeldet werden:

www.bitburg.de/asiatische-hornisse

Bitte versuchen Sie nicht, ein Nest selbst zu entfernen oder zu bekämpfen. Die Bekämpfung sollte ausschließlich durch geschulte und ausgerüstete Personen erfolgen.


Ein herzlicher Dank gilt den ehrenamtlichen Hornissenbekämpfern der Stadt Bitburg, die mit ihrem Fachwissen und ihrem engagierten Einsatz einen wichtigen Beitrag zum fachgerechten Umgang mit der Asiatischen Hornisse leisten.